Medizin
Lebererkrankungen nehmen weiter zu
Jeden Tag sterben in Europa fast 780 Menschen an Lebererkrankungen – viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Eine internationale Analyse mit Berner Beteiligung zeigt, dass dahinter nicht nur medizinische, sondern auch gesellschaftliche und gesundheitspolitische Faktoren stehen.
Lebererkrankungen entwickeln sich zunehmend zu einem der grössten Gesundheitsprobleme Europas. Laut der aktuellen Analyse der «EASL–Lancet Commission» sterben jährlich rund 284’000 Menschen an Leberzirrhose oder Leberkrebs. Besonders deutlich wird dies am Anstieg der Leberkrebssterblichkeit um mehr als 50 Prozent seit dem Jahr 2000. Gleichzeitig gehören Lebererkrankungen zu den wenigen nichtübertragbaren Krankheiten, deren Häufigkeit weiter zunimmt, im Gegensatz etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder vielen Krebsarten.
Auch wirtschaftlich ist die Belastung erheblich. Lebererkrankungen kosten die Volkswirtschaften Europas jährlich rund 55 Milliarden Euro, unter anderem durch vorzeitige Todesfälle, verminderte Arbeitsfähigkeit und steigende Gesundheitsausgaben.
Zur Medienmitteilung vom 12. Mai 2026
uniAKTUELL-Newsletter abonnieren
Entdecken Sie Geschichten rund um die Forschung an der Universität Bern und die Menschen dahinter.