Wie stark bebt die Erde?

Bestimmte Erdbebenereignisse haben sich in unserem kollektiven Gedächtnis festgesetzt, weil jene Menschen, die sie hautnah miterlebt haben, ihre Zerstörungskraft dokumentiert und gemessen haben.

Bern 1881:  «Gegen 100 Kamine wurden herabgestürzt, (…) von mehreren kleinen Thürmchen auf dem Münster wurden die Köpfe herabgeschleudert», hielt der Berner Professor Aimé Forster über das stärkste historisch belegte Erdbeben in Bern fest.

Richterskala

In arabischen Ziffern, misst die Stärke der Bodenbewegungen (Magnitude) bei Erdbeben.

Luzern 1601: Ein Beben in der Zentralschweiz löste einen Tsunami im Vierwaldstättersee aus. Die bis zu vier Meter hohen Flutwellen schleuderten Schiffe an Land und überschwemmten auch die Stadt Luzern.

Mercalliskala

Zwölfstufig in römischen Ziffern, misst die sicht- und fühlbaren Auswirkungen (Intensität) von Erdbeben. I: Jeden Tag gibt es rund 8000 nicht spürbare Erdbeben, V: Viele Schlafende wachen auf, VIII: Viele Menschen verlieren das Gleichgewicht, X: Die meisten Gebäude werden zerstört, XII: Fast alle Gebäude werden zerstört

Basel 1356: Es ist das bisher stärkste historisch belegte Erdbeben der Schweiz. Türme und Dach des Basler Münsters stürzten ein, die Stadt geriet in Brand und Nachbeben erschütterten die Region noch mehrere Monate.

San Francisco 1906: Die kalifornische Stadt San Francisco liegt nahe an der San-Andreas-Verwerfung, einer Plattengrenze mit grosser Erdbebenaktivität. Das Beben gilt als eine der grössten Naturkatastrophen der USA und legte die Stadt in Trümmer.

Tohoku/Fukushima 2011: Das Tohoku-Seebeben vor der japanischen Pazifikküste bleibt durch die folgende Nuklearkatastrophe in Erinnerung. Ein durch das Beben ausgelöster Tsunami beschädigte das Kernkraftwerk von Fukushima und grosse Mengen radioaktiven Materials wurden freigesetzt.

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