Bern und Tessin spannen bei der Humanmedizin zusammen

Die Medizinische Fakultät der Universität Bern und die Biomedizinische Fakultät der Università della Svizzera Italiana USI kooperieren künftig bei der Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin. Ab 2023 können Tessiner Studierende in Bern einen Bachelorabschluss in Humanmedizin absolvieren.

Nathalie Matter 16. September 2022

Medizinstudierende in einer Vorlesung im Uni Alhambra. © Universität Bern
Medizinstudierende in einer Vorlesung im Uni Alhambra. © Universität Bern

Um einen Beitrag zu leisten gegen den Mangel an Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz wurde 2014 die Fakultät für Biomedizinische Wissenschaften der Università della Svizzera Italiana (USI) gegründet. Zu diesem Zweck bietet die Fakultät einen Masterstudiengang in Humanmedizin an und arbeitet bei der Vergabe von Bachelorabschlüssen mit anderen Schweizer Fakultäten zusammen. Auf der Grundlage von bestehenden Vereinbarungen mit der Universität Basel und der Universität Bern bietet die USI nun jährlich 30 Bachelor-Studienplätze an sowie derzeit rund 180 Studienplätze im Masterstudiengang Humanmedizin.

Basierend auf der Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Bern und der USI können nun Studierende der USI ab Herbstsemester 2023 auch in Bern den Bachelor in Humanmedizin abschliessen. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums in Bern wechseln diese Studierenden dann an die USI ins Tessin für den Masterstudiengang.

 

Prof. Dr. med. Claudio L. A. Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bern
Prof. Dr. med. Claudio L. A. Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bern

Prof. Dr. med. Claudio L. A. Bassetti,  Dekan der Medizinischen Fakultät in Bern, freut sich über die verstärkten Verbindungen: «Ich bin sehr glücklich, dass die langjährigen guten akademischen Kooperationen in der Forschung zwischen den Medizinischen Fakultäten in Bern und im Tessin nun auch im Bereich der Lehre konkretisiert werden können.»

Prof. Dr. med. Giovanni Pedrazzini, Dekan der Biomedizinischen Fakultät im Tessin, ergänzt: «Das Abkommen zwischen der Universität Bern und der USI ist ein wichtiger Meilenstein für den Masterstudiengang Humanmedizin an der USI und bekräftigt das ausgezeichnete Klima der Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten.»

An der Universität Bern gibt es derzeit 320 Studienplätze in der Humanmedizin. 2018 wurden die Studienplätze nach einem gemeinsamen Beschluss der Universitätsleitung und der Regierung des Kantons Bern in der Humanmedizn um 100 zusätzliche Plätze erhöht, um den Medizinalstandort Bern weiter zu stärken. 

ÜBER DIE MEDIZINISCHE FAKULTÄT

Die Medizinische Fakultät ist mit rund 2'100 Studierenden in Bachelor-, Master- und Weiterbildungsprogrammen (CAS, DAS, MAS) eine der grössten Medizinischen Fakultäten der Schweiz. Sie schliesst universitäre Kliniken und Institute der drei Organisationsbereiche Universität Bern, Inselspital und Universitäre Psychiatrische Dienste (UPD) ein. Eine universitäre Lehre auf qualitativ höchstem Niveau, Praxisbezogenheit und die intensive Förderung der Studierenden gehören zu den Kernaufgaben der Medizinischen Fakultät. Ferner bietet die Medizinische Fakultät exzellente Möglichkeiten für eine hoch qualifizierte und zukunftsorientierte Forschung. Das Spektrum reicht von der Grundlagenforschung an den vorklinischen Institutionen und dem Department for BioMedical Research (DBMR), das für alle am Inselspital und den UPD-tätigen Forschenden ideale Möglichkeiten einschliesslich Infrastruktur und technischen Support zur Verfügung stellt, bis zur translationalen und klinischen Forschung. Die klinische Forschung durch das Clinical Trial Unit (CTU), das dem im Aufbau befindlichen Departement für Klinische Forschung (DCR) angegliedert ist, unterstützt und bietet die Möglichkeit zur Mitarbeit in internationalen Forschungsprojekten an.

Über die Autorin

Nathalie Matter arbeitet als Redaktorin bei Media Relations und ist Themenverantwortliche «Gesundheit und Medizin» in der Abteilung Kommunikation & Marketing der Universität Bern.

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