07.05.2019 | Studium |

Summer (School) in the City

Im Sommer 2018 trafen sich 32 Bachelorstudierende aus 11 Ländern an der ersten, interdisziplinären Bachelor Summer School zum Thema Klimawandel. Der Pilotversuch war ein Erfolg, der nun weitergeführt und sogar ausgeweitet wird: Diesen Sommer können Bachelor- und Masterstudierende Sommerschulen aus breiten Themenbereichen wie Klimawandel, Textilforschung oder Gesundheit von Nahrungsketten besuchen.

Von Lea Muntwyler

The Summer Schools are back: Jeden Sommer bietet die Universität Bern mit verschiedenen Summer Schools Studierenden und Forschenden die Möglichkeit, sich in einem internationalen Umfeld mit einem spezifischen Thema auseinanderzusetzen. Die Mehrheit der Sommerschulen richtet sich vorwiegend an Doktorierende und Postdocs. Doch unter dem Namen «Confronting Climate Change – from Science to Policy» fand letzten Sommer in Bern erstmals eine interdisziplinäre Bachelor Summer School für Klimawissenschaften statt. Mit Erfolg: Die Rückmeldungen auf das Angebot waren durchwegs positiv, so dass nun in diesem Jahr weitere Sommerschulen für Bachelor- und Masterstudierende dazukommen. Das vielseitige Studienangebot der Summer Schools und die Aussicht auf einen interkulturellen Austausch mit Studierenden aus aller Welt überzeugt durch die Interdisziplinarität und Aktualität der Forschungsthemen.

International vernetzen – in Bern

Die zumeist in englischer Sprache abgehaltenen Summer Schools locken ambitionierte Studierende aus aller Welt an die Universität Bern. Die Sommerschulen befriedigen aber auch die Nachfrage nach kürzeren Mobilitätsangeboten und erlauben es, in Bern Forschungsluft zu schnuppern. Zoe Bont, wissenschaftliche Koordinatorin der Interfakultären Forschungskooperation «One Health», die diesen Sommer erstmals ein Angebot für Bachelor- und Masterstudierende anbietet, rechnet mit einem ausbalancierten Verhältnis von Studierenden der Universität Bern und internationalen Studierenden aus der ganzen Welt. Ob für einheimische oder ausländische Studierende: Die Sommerschulen sind ideal zur Vernetzung in einem internationalen und interkulturellen Umfeld.

Gemeinsam Lösungen finden

«Die Zusammenarbeit von Teilnehmenden aus verschiedenen Kulturen fördert kreative Lösungsansätze sowie ein Denken ‹über den Tellerrand hinaus›», sagt Zoe Bont. Dies ist nötig, um gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft zu lösen. Eine solche Herausforderung steht bei der neuen «One Health» Summer School für Bachelor, und Masterstudierende im Zentrum: Die Teilnehmenden verknüpfen Wissen aus den Bodenwissenschaften, der Mikrobiologie, den Pflanzenwissenschaften und der Human- und Veterinärmedizin, um etwa die Risiken von Pestiziden und Schwermetallen entlang der Nahrungsmittelkette einschätzen zu können.« So erlangen die Teilnehmenden einen ganzheitlichen Blick auf den Forschungsschwerpunkt», sagt Zoe Bont. Interdisziplinarität und kreative Lösungsansätze für die gesellschaftliche Herausforderung des Klimawandels sind auch bei der Bachelor Summer School for Climate Change Research «Confronting Climate Change – from Science to Policy» zentral: Organisiert wird sie vom Oeschger Zentrum für Klimaforschung (OCCR) und dem World Trade Institute (WTI) – und richtet sich an Studierende der Natur- und Umwelt-, Wirtschafts-, Sozial-, Politik- und Rechtswissenschaften.

Praxisbezug durch Feldforschung

Die Summer Schools erlauben durch ihren verdichteten Zeitrahmen eine intensivere Auseinandersetzung mit Forschungsgegenständen. An der «One Health» Summer School etwa forschen die Teilnehmenden in hochmodernen Forschungslabors und wenden theoretische Erkenntnisse auch in Exkursionen an: «Das Erforschen und Erfahren der agrarökologischen Prozesse in einem Permakulturbetrieb im Emmental sowie in einem konventionellen Landwirtschaftsbetrieb im Seeland erlaubt den Teilnehmenden, Rückschlüsse über Gesundheitszusammenhänge in den Nahrungsmittelketten von Agrarökosystemen zu ziehen», erklärt Zoe Bont. 

Zukunftsweisende Sommerschulen

Der Praxisbezug soll Forschung greifbar machen – und Studierende für ihr weiteres Studium und ihre Karriere wappnen. Der Einblick in den Studienalltag an der Universität Bern und der Austausch zwischen Bachelor- mit Masterstudierenden bietet aber auch Hilfe bei der Entscheidung, welches Masterstudium man wählen soll. Und nicht zuletzt sind die Summer Schools nützlich für den Lebenslauf. Durch die Internationalität, die Interdisziplinarität und die Aktualität der Forschungsthemen bieten die Summer Schools auch dieses Jahr einen Mehrwert für Studierende und Forschende der Universität Bern und darüber hinaus.

Summer Schools für Bachelor- und Masterstudierende an der Universität Bern

Improving health at the interfaces between environment, plants, animals and humans. One Health – International Bachelor and Master Summer School. 
26. – 30. August 2019
Weitere Informationen

Confronting Climate Change – from Science to Policy. International Bachelor Summer School for Climate Change Research. 
5. – 16. August 2019
Weitere Informationen
Video Announcement

Textilforschung für EinsteigerInnen. Erste Berner Summer School zur Geschichte der textilen Künste. 
31. August – 6. September 2019
Weitere Informationen

Aktuelles Programm Summer und Winter School

An der Universität Bern führen verschiedene Departemente Summer oder Winter Schools für Bachelor- und Masterstudierende sowie Doktorierende und Postdocs durch. Die Angebote werden laufend aktualisiert.
Bitte beachten Sie die Anmeldefristen.
Zum aktuellen Programm

Zur Autorin

Lea Muntwyler ist Hochschulpraktikantin in der Abteilung Kommunikation & Marketing der Universität Bern.