28.02.2018 | Studium |

Für ein Masterstudium mit Profil

Zum sechsten Mal finden vom 6. bis 8. März 2018 die Masterinformationstage der Universität Bern statt. Was Studierende vor dem Übergang vom Bachelor zum Master beschäftigt, wissen die Studienfachberaterinnen und -berater. «uniaktuell» hat mit zwei von ihnen gesprochen und sie gefragt, weshalb sich ein Besuch an den Infotagen lohnen kann.

Von Maria Meier

Von Anthropologie bis Zahnmedizin: 72 Masterstudienfächer bietet die Universität Bern insgesamt an. Obwohl bei vielen Studierenden die Fachrichtung aus dem Bachelor bereits grob vorgegeben ist, stellen sich beim Übergang in den Master viele Fragen. Welche Zulassungsbedingungen und Anforderungen stellen sich beim Wunschmaster? Soll das Fach als Mono-Master absolviert oder als Minor mit einem anderen Studiengang kombiniert werden? Welche Perspektiven bieten sich nach dem Studium?  

An den Masterinfotagen erhalten die Studieninteressierten einen Überblick über die wichtigsten Eckpunkte der Masterprogramme. Betriebswirtschaftslehre und Klimawissenschaften sind zwei von insgesamt 62 Masterfächer, die an den Infotagen präsent sein werden. Verantwortlich für die Durchführung der Präsentation sind Daniela Egger-Mikic vom Departement Betriebswirtschaftslehre und Peter Stucki vom interdisziplinären Oeschger-Zentrum für Klimaforschung. Beide finden sie die Präsenz an den Infotagen wichtig, einerseits als Angebot an Studierende, die hier allgemeine Infos erhalten und sich zu konkreten Fragen mit Institutsangehörigen austauschen können. Andererseits soll das Fach und die Universität Bern an Sichtbarkeit gewinnen. 

«Hilfe zur Selbsthilfe»

Daniela Egger-Mikic kennt die Anliegen der BWL-Studierenden genau. Als Leiterin des Departementsstabs Betriebswirtschaftslehre ist sie unter anderem für die Studienfachberatung und Zulassung der Studierenden zuständig. Daniela Egger-Mikic bietet den Studierenden eine «Hilfe zur Selbsthilfe» an. Wer Fragen zu den Reglementen, zur Anrechnung von Veranstaltungen oder Gestaltung der Studienpläne hat, landet deshalb früher oder später bei Daniela Egger-Mikic und ihrem Team.

Die Beratung durch Studierende ist für Daniela Egger-Mikic zentral, weil sie dadurch authentischer und näher an den Bedürfnissen der Studierenden sei, findet die Leiterin des Departementsstabs und hält fest: «Von Studierenden für Studierende, das ist mein Credo.» Auch an den Infotagen wird sie deshalb mit «ihren» Masterstudierenden dabei sein, die den Besucherinnen und Besuchern aus ihren eigenen Erfahrungen vom BWL-Master erzählen.

Warum ein persönliches Studien-Profil wichtig ist

Auch für Peter Stucki spielt die Anwesenheit von Masterstudierenden an den Infotagen eine zentrale Rolle. Die etwa 15 bis 25 Studienanfänger pro Jahr kommen aus den unterschiedlichsten Disziplinen, weshalb Peter Stucki bei der Studienfachberatung auf konkrete Studienprofile setzt: «Die Masterstudierenden Klimawissenschaften können Veranstaltungen an elf Instituten, vier Fakultäten und an der ETH Zürich wählen. Wer sich in diesem Angebot nicht verlieren will, muss sich sein persönliches Studien-Profil erarbeiten.» Am Beispiel von fortgeschrittenen Studierenden und Absolventen der Klimawissenschaften zeigt er mögliche Wege, Fächerkombinationen und Ausrichtungen auf. 

Auch an den bevorstehenden Masterinfotagen werden Studierende aus verschiedenen Fächern ihr persönliches Studienprofil präsentieren. Studierende müssten zuerst in einem Fach Wurzeln schlagen, um dann angemessen vom interdisziplinären Angebot profitieren zu können, erklärt Peter Stucki. Entscheidend seien aber der Wille und die Bereitschaft, interdisziplinär zu arbeiten. 

Drei Entscheidungsbereiche

Aus ihrer Erfahrung als Studienfachberaterin und Science Officer wissen Daniela Egger-Mikic und Peter Stucki, dass die Fragen der angehenden Masterstudierenden grob drei Bereiche umfassen. Erstens beschäftigt sie die Breite des Angebots und darin etwa die Frage, wie das Curriculum gestaltet werden soll oder wie man sich im breiten Kursangebot zurechtfindet. Die zweite Dimension im Entscheidungsprozess betrifft die Tiefe, die Ansprüche und das Leistungsniveau des Masters. Geht das mit meiner Vorbildung; genügen die Englischkenntnisse und wie viel Zusatzleistungen muss ich nachholen? Der dritte Bereich von Fragen, die häufig gestellt werden, betrifft die Perspektive nach der Ausbildung. Welche Jobaussichten ergeben sich damit und hat das Jobprofil auch Zukunft?

Aus Sicht von Daniela Egger-Mikic als auch von Peter Stucki lohnt sich ein Besuch der Masterinformationstage vor allem, um in Kontakt mit Studierenden und angehenden Studierenden des jeweiligen Fachs zu kommen. Der persönliche Austausch, konkrete Beispiele von individuellen Lebensläufen und Studienerfahrungen sollen ermöglichen, was die Infotage versprechen: «Informiert entscheiden, fokussiert studieren».

Masterinformationstage vom 6.-8. März 2018

An den Masterinformationstagen erfahren Studierende und Studieninteressierte unter anderem, welche Masterfächer die Universität Bern anbietet und welche Zulassungsvoraussetzungen dafür bestehen. An zahlreichen Informationsveranstaltungen und im Austausch mit Masterstudierenden und Institutsangehörigen erhalten die Besucherinnen und Besucher einen vertieften Einblick in die Schwerpunkte der verschiedenen Fächer und in den Aufbau der Masterprogramme. Einzelne Studienfächer öffnen zudem ihre regulären Veranstaltungen, sodass in Vorlesungen und Seminaren «geschnuppert» werden kann.

Weitere Informationen zum dreitägigen Programm, zu den einzelnen Informationsveranstaltungen sowie der Link zur Anmeldung sind auf der Website der Masterinformationstage zugänglich.

Zur Autorin

Maria Meier ist Hochschulpraktikantin bei Corporate Communication an der Universität Bern.