04.10.2018 | Universität |

Science Olympiad Day: Futter für die Neugierde

Wie weit gehen Forschende, um ihre Hypothesen zu beweisen? Was geschieht im Schüttelraum der Weltraumforschung an der Universität Bern? Und was hat Wissenschaft mit Improtheater zu tun? Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wissenschafts-Olympiade 2018 machten sich am Science Olympiad Day an der Universität Bern auf die Suche nach Antworten.

Von Mirjam Sager

Sie sind neugierig und diese Neugierde will gestillt sein. Am Samstag, 29. September 2018 trafen sich die 40 besten der 3’500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wissenschafts-Olympiade 2018 zum Science Olympiad Day an der Universität Bern. Auf die Mittelschülerinnen und Mittelschüler, die es bis ins Finale der Schweizer Olympiaden oder gar an die internationalen Wissenschafts-Olympiaden geschafft haben, wartete ein reichhaltiges Menu an wissenschaftlichen Leckerbissen.

Workshops beantworten Fragen und werfen neue auf

Drei verschiedene Workshops standen den Olympionikinnen und Olympioniken zur Auswahl. Einige trafen sich mit den erfolgreichen Weltraumforschenden des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NCCR) PlanetS in den Labors des Physikalischen Instituts der Uni Bern, andere wagten im Botanischen Garten mit dem Verein Aquilegia eine Zeitreise zum Naturforscher und Entdecker Alexander von Humboldt. Die ganz mutigen nahmen am Improvisations-Workshop von The Catalyst teil. Die jungen Forschenden dieses Kollektivs sind überzeugt, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Erfahrung in Improtheater überzeugender auftreten.

Die Teilnehmenden haben in den Workshops Antworten gefunden: «Wenn du bei einer Präsentation einen bestimmten Eindruck erwecken willst, dann hilft es, diese Eigenschaft beim Üben zu übertreiben. Danach findest du das richtige Mass», sagt Cyril, der am Improvisations-Workshop teilgenommen hat. Aber die Mittelschülerinnen und Mittelschüler sind auch auf neue Fragen gestossen: «Was werden die Berner Forschenden mit dem Weltraumteleskop CHEOPS über Planeten herausfinden, die sich ausserhalb unseres Sonnensystems befinden?», fragt sich Biologie-Olympionike Mattia.

Nach den Workshops wartete eine Überraschung auf die Jugendlichen: die Super-Olympiade, moderiert von den Improvisationskünstlern Robbie und Daisy von The Catalyst. Welche Herausforderungen hier auf die Schüler warteten, zeigt das Video von Lara Gafner (Philosophie-Olympiade).

Förderpreis der Universität Bern geht an Anna Sutter

Die wissenschaftlichen Leistungen der Jugendlichen verdienen nicht nur Medaillen an den Wissenschaftsolympiaden, sondern auch Anerkennung. Deshalb werden am Science Olympiad Day jedes Jahr auch Preise für die beste internationale Leistung, die beste interdisziplinäre Leistung und die beste Schweizer Teamleistung verliehen.

Auch die Universität Bern beteiligt sich mit einem Preis: Anna Sutter gewinnt den diesjährigen Förderpreis der Uni Bern. Sie nahm 2017 an der internationalen Philosophie-Olympiade teil und studiert heute Philosophie an der Uni Bern. Anna Sutter wird ein Stipendium im Umfang von CHF 2‘000.- für das erste Jahr des Bachelorstudiums offeriert.

Mehr Impressionen vom Science Olympiad Day und Informationen zu den weiteren Preisen auf der Website der Wissenschafts-Olympiade

FÖRDERPREIS WISSENSCHAFTS-OLYMPIADEN DER UNIVERSITÄT BERN

Der «Förderpreis Wissenschafts-Olympiaden» der Universität Bern unterstützt herausragende Mittelschülerinnen und Mittelschüler, welche an den internationalen Wissenschafts-Olympiaden teilgenommen haben und sich für einen Studiengang an der Universität Bern entschieden haben.

WISSENSCHAFTS-OLYMPIADE

Die Wissenschafts-Olympiade fördert neugierige Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Wissenschaft ist faszinierend. Wissenschaft ist die Zukunft. Acht Olympiaden organisieren Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 3'000 Talente in Wissenschaft und Technik.

ZUR AUTORIN

Mirjam Sager ist Kommunikationsbeauftragte der Wissenschafts-Olympiade.