20.12.2018 | Personen | Umwelt & Materie

NASA-Wissenschaftsdirektor besucht Universität Bern

Gestern war Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA an der Universität Bern zu Gast. Er wurde von der Heinrich-Greinacher-Stiftung mit dem Greinacher-Preis 2018 ausgezeichnet. «uniaktuell» zeigt Impressionen von der Veranstaltung.

Von Brigit Bucher

Der Berner Thomas Zurbuchen, seit Oktober 2016 Wissenschaftsdirektor der NASA, hat an der Universität Bern studiert und 1996 seinen Doktortitel in experimenteller Astrophysik erhalten. Am 19. Dezember verlieh die Heinrich-Greinacher-Stiftung an der Universität Bern die Greinacher-Preise 2018. Zurbuchen wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet für seine Errungenschaften auf dem Gebiet der Weltraumforschung. Zurbuchen nahm den Preis persönlich in Empfang sprach in einem Vortrag unter anderem über aktuelle Missionen der NASA und die Bedeutung von Innovationen in der Wissenschaft.

Neben Zurbuchen wurden zwei Doktoranden der Universität Bern mit einem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Michael Hostettler vom Laboratory for High Energy Physics (LHEP) erhielt einen Preis für seine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Teilchenphysik, insbesondere für seine Arbeit für den Large Hadron Collider LHC am CERN. Ein weiterer Nachwuchspreis konnte Shang-Min Tsai, Doktorand am Center for Space and Habitability (CSH), für seine Leistungen auf dem Gebiet der Exoplanetenforschung in Empfang nehmen.

Heinrich Greinacher (1880 – 1979)

Von 1924 bis 1952 war Heinrich Greinacher (1880 – 1979) ordentlicher Professor für Physik und Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern (vormals «Physikalisches Cabinett»). Mit geringen Forschungsmitteln hat Heinrich Greinacher physikalische Experimente entwickelt, welche in der ganzen Welt bekannt geworden und angewendet worden sind. Ein von ihm entwickeltes Instrument ist die so genannte Greinacher-Schaltung, welche elektrische Spannungen vervielfacht. Noch heute wird die Greinacher-Schaltung in der Weltraumforschung angewendet. Die Stiftung, die aus Greinachers Nachlass gegründet wurde, vergibt alle zwei Jahre die Greinacher-Preise und fördert aufstrebende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Die Heinrich-Greinacher-Stiftung

Die Heinrich-Greinacher-Stiftung wurde 1988 aus dem Nachlass von Heinrich Greinacher gegründet. Sie hat ihren Sitz am Physikalischen Institut der Universität Bern. Der Stiftungsrat setzt sich aus vier Professorinnen und Professoren des Physikalischen Institutes zusammen.
Die Heinrich-Greinacher-Preise werden alle zwei Jahre verliehen, der Hauptpreis ist mit CHF 20'000.00 dotiert. Die Preise gehen an Forschende, die in Bern Physik studiert haben oder längere Zeit am Physikalischen Institut der Universität Bern tätig gewesen sind. Ihre Forschungsprojekte sollen Bezug haben zu den Arbeitsgebieten, in denen Professor Heinrich Greinacher tätig gewesen ist, oder die sich aus seiner Tätigkeit heraus entwickelt haben.
Neben der jährlichen Vergabe der Greinacher-Preise unterstützt die Stifung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Promotionspreise und durch die Finanzierung von Studienreisen, Seminar- und Konferenzbesuchen und Forschungsaufenthalten.
Mehr Informationen: www.phinst.unibe.ch/forschung/greinacher_stiftung/index_ger.html

Zur Autorin

Brigit Bucher arbeitet als Leiterin Media Relations in der Abteilung Kommunikation & Marketing an der Universität Bern.